Vom achtsamen Umgang mit dem Körper #AcceptEveryBody

Als ich Tanja Schwerdtner, Achtsamkeitstrainerin und Chefin von Gecovita aus Celle, von unserem Projekt Accept Every Body erzählt habe, war sie sofort begeistert. Für sie ist der Respekt vor dem eigenen Körper mit seinen Bedürfnissen und Gegebenheiten wichtig, damit auch der Geist entspannt sein und zur Ruhe kommen kann. Gerade unter der medialen Dauerbeschallung mit unerfüllbaren Schönheitsvorgaben ist es so wichtig, einen guten Weg zum eigenen Schönheitsideal zu finden. Lest nun mehr darüber in Tanjas Gastartikel zu unserem Projekt…

Tanja Schwerdtner

Tanja Schwerdtner

Accept Every Body“ – was für eine wertvolle Idee und was für ein großartiger Schritt hin zu mehr (Selbst-)Akzeptanz! Weg von dem „Idealbild, das die Werbeindustrie uns Tag für Tag suggeriert. Ein (Trug-)Bild, das uns glauben macht, dass wir nur dann ein zufriedenes Leben führen können, wenn wir perfekt, schön, schlank und noch viel mehr sind. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass unser Glück rein von Äußerlichkeiten und der Bewertung Anderer abhängt. Wir müssten uns demnach dauerhaft schlecht und minderwertig fühlen, wenn wir anders aussehen und dem vermeintlichen Schönheitsideal nicht entsprechen können oder wollen.

Aber sind es nicht gerade die Vielfältigkeit und der Formenreichtum, die uns Menschen ausmachen? „Akzeptanz“ bedeutet für mich, uns selbst und unsere Mitmenschen so annehmen zu können, wie wir sind. Mit all unseren Stärken und Schwächen. Und mit unserem einzigartigen Körper, der uns geschenkt wurde, um darin zu leben. „Der Körper ist das Haus der Seele.“ (Philon von Alexandria, 20 v. Chr. – 50 n. Chr.). Wenn wir uns selbst nicht lieben können in unserem „Körperhaus“, wird auf lange Sicht auch unsere Seele krank.

„Annehmen, was ist“. Dies ist eine der Grundhaltungen aus der Achtsamkeitslehre. Es geht darum, uns selbst in jedem Moment ganz und gar als der Mensch anzunehmen, der wir sind – ohne uns zu bewerten. Der Weg der Achtsamkeit ermöglicht die Entwicklung von innerer Weisheit, Liebe und Mitgefühl. So können wir zu ausgeglichenen Menschen werden, die die innere Kraft besitzen, sich den Herausforderungen dieser Welt auf kreative Weise zu stellen.

Sagen Sie JA zu sich in Ihrem Körper! Entdecken Sie, welche Freiheit aus dem Bewusstsein dieser grundlegenden Unabhängigkeit und Eigenständigkeit erwächst. Und spüren Sie, wie befreiend und wunderbar beglückend dieses Gefühl ist – für Ihren Körper, Ihren Geist und Ihre Seele.

Ich wünsche Ihnen viel Freude auf Ihrer ganz persönlichen Entdeckungsreise.

Ihre Tanja Schwerdtner

Vielen Dank für deine Gedanken zu unserem Projekt! Wenn ihr mehr von Tanja lesen möchtet, schaut doch mal auf ihrer Facebookseite vorbei. Dort gibt es gerade übrigens eine kleine Serie zur Entspannung für jeden Tag mit Fingeryoga (kannte ich auch noch nicht). Auf Twitter ist sie als @gecovita unterwegs.

 

Brustkrebsvorsorge auf dem Sofa – eine Anleitung

Brustkrebsvorsorge? So alt bin ich doch noch gar nicht!

Da ich mich im Pink October besonders mit dem Thema Brustkrebs beschäftige, habe ich öfter mal in meinem Umfeld die Gretchenfrage gestellt: „Wie hältst du’s mit der Krebsvorsorge?“ Natürlich ist das ein sehr ernstes Thema, über das man nicht mal eben so spricht, wenn man sich auf einen Kaffee trifft. Erst wenn jemand aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis betroffen ist, setzt man sich näher damit auseinander. Ehe ich begann, mich näher mit BHs und Brustgesundheit zu beschäftigen, habe ich mir darüber – frankly speaking – auch nicht allzuviele Gedanken gemacht. Ich wusste nicht einmal, dass man selber eine Vorsorgeuntersuchung durchführen kann, geschweigedenn wie das geht. Da die Krankenkasse eine regelmäßige Vorsorge durch Mammographie erst ab 50 anbietet, gehen viele davon aus, dass Brustkrebs bei jüngeren Frauen selten vorkommt und mit der Mammographie alles abgedeckt ist, was man tun kann.
Unter uns – Vorsorgeuntersuchungen sind natürlich lästig und niemand denkt gerne daran. Es schwebt immer die Angst im Raum, dass man etwas finden könnte. Allerdings muss man sich auch vor Augen führen, dass a) immer mehr junge Frauen betroffen sind und b) die Heilungschancen sehr sehr gut stehen (um 90%), wenn der Krebs früh erkannt wird.

Deshalb meine Bitte an euch: Macht es! Je früher Veränderungen im Brustgewebe erkannt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Brust zu großen Teilen erhalten bleiben kann und ihr wieder ganz gesund werdet.

So funktioniert das Abtasten

Die Untersuchung dauert etwa zehn Minuten und ihr solltet sie einmal im Monat durchführen. Das Gute ist, dass man das Abtasten auch gut nebenbei beim Duschen oder auf dem Sofa beim Fernsehen machen kann. Der beste Zeitpunkt dafür ist kurz nach dem Eintritt der Periode. Dann ist die Brust etwas weicher und nicht ganz so druckempfindlich.

  1. Spieglein, Spieglein: Zuerst betrachtet ihr euch im Spiegel. Sind auf den ersten Blick Veränderungen zu sehen? Das kann zum Beispiel eine veränderte Form der Brustwarze sein, Verfärbungen der Pigmentierung oder Dellen in der Haut. Auch wenn eine Brust auf einmal größer oder kleiner aussieht als bei der letzten Untersuchung, solltet ihr genauer hinschauen. Asymmetrien sind übrigens normal, die meisten Frauen haben natürlicherweise zumindest eine leichte Asymmetrie. Wenn ihr eine solche bei eurer ersten Untersuchung feststellt, braucht ihr euch zunächst keine Gedanken zu machen.
  2. Brust in Bewegung: Als nächstes schwingt ihr mit den Armen auf und ab. Bewegen sich beide Brüste gleichmäßig? Gibt es jetzt eingefallene Stellen, Falten oder Vorwölbungen, die vorher nicht zu sehen waren?
  3. Titty Twister: Tritt eine dunkle, milchige oder blutige Flüssigkeit aus, wenn ihr die Brustwarzen leicht zwischen Daumen und Zeigefinger drückt?Nun kommt das großflächige Abtasten beider Brüste einschließlich der Achselhöhlen. Am besten führt man alle Bewegungen mit den Fingerkuppen von Zeige-, Mittel- und Ringfinger in drei verschiedenen Druckstärken aus, um auch tiefliegende Gewebsschichten zu erreichen. Die linke Brust tastet ihr mit der rechten Hand ab und umgekehrt. Dabei legt ihr den anderen Arm hinter den Kopf.
  4. Kreise: Ihr tastet euch mit kreisenden Bewegungen in immer kleineren Kreisen von der Außenseite zur Brustwarze vor. Dabei solltet ihr beachten, dass das obere Brustgewebe oft bis zum Schlüsselbein reicht.
  5. Linien: Als nächstes streicht ihr von oben nach unten und von außen zur Mitte in geraden Linien über die Brust.
  6. Strahlen: Dann tastet ihr euch nochmal von den Außenseiten zur Brustwarze vor, diesmal aber nicht kreisend, sondern auf direktem Wege, strahlenförmig.
  7. Achseln untersuchen: Dieser Bereich ist ganz besonders wichtig, da etwa zwei Drittel aller Knoten im äußeren oberen Bereich der Brust zu finden sind. Insbesondere die Lymphknoten sollten sorgsam auf Verdickungen untersucht werden. Das ist am einfachsten im Liegen.

CoppaFeel!

Die britische Initiative CoppaFeel setzt sich für die Aufklärung rund um Brustkrebs ein. Auf ihrer Website könnt ihr nochmal auf einen Blick sehen, auf welche Besonderheiten ihr beim Abtasten achten solltet. Das Bild gibt es auch als wasserfesten und wiederverwendbaren Aufkleber für die Dusche. (Hier klicken zum kostenlosen Bestellen)

Quelle des Bildes: www.coppafeel.org

Don’t Panic!

Längst nicht alle Veränderungen der Brust sind bösartig. Manche Frauen neigen zu Verhärtungen, die sogar innerhalb des Zyklus kommen und gehen können. Einige bekommen leicht Zysten oder Verhärtungen durch Druck, andere neigen zu eingewachsenen Haaren im Achselbereich, die durch das Rasieren entstehen können. Entzündet sich eine solche Stelle, was durchaus auch an der Haarwurzel passieren kann, ist ein kleiner, oft schmerzender Gnubbel zu fühlen. Natürlich solltet ihr immer mit einer Ärztin abklären, ob sich dahinter nicht doch ein veränderter Lymphknoten oder bösartiges Gewebe verbirgt, allerdings kann die Ärztin in vielen Fällen Entwarnung geben. Es besteht also kein Grund zu voreiliger Panik, sollte man tatsächlich mal etwas finden.

Pink October!

Pink Ribbon

Pink Ribbon

Vielleicht ist es euch schon auf meiner Facebook-Page aufgefallen: Der Oktober bei BH LOUNGE ist Pink! Seit 1985 ist der Oktober traditionell Brustkrebs-Info-Monat. Durch die Teilnahme an der Kampagne „Pink October“ möchte ich meine Solidarität und meinen Respekt vor den Frauen zeigen, die mit Brustkrebs zu kämpfen haben. Sie hadern nicht nur mit einer schweren Erkrankung, sondern viele sind gezwungen, ihre Weiblichkeit neu zu definieren, was eine zusätzliche psychische Belastung darstellt. Leider ist diese Krankheit keine Seltenheit, sie ist die am häufigsten vorkommende Krebsart bei Frauen. Auch Männer können betroffen sein, allerdings sind nur etwa 1% aller Erkrankten männlich. Für Frauen in der zweiten Lebenshälfte besteht ein erhöhtes Risiko, allerdings können auch junge Frauen Brustkrebs bekommen. Doch man kann etwas tun!

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